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Finalissima 2026: Held und Meisterschütze gesucht!

Andy

Heute Abend steigt in Davos im Kampf um den Meistertitel die Finalissima. Jubelt Rekordmeister Davos über den 32. Meistertitel in der Klubgeschichte? Oder Fribourg-Gottéron über die lang ersehnte Premiere? Klar ist: Gesucht wird ein Held, der als Meisterschütze in die Geschichte eingeht.

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Jubelt Gottéron-Captain Julien Sprunger (hier mit Yannick Rathgeb) auch heute? Es wäre die Krönung seiner einzigartigen Karriere. © KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi

Die Finalissima ist ein «do or die»-Spiel in der extremsten Form. Eine Entscheidung muss her. Am Ende werden die Korken knallen und der Champagner fliessen – aber auch die Tränen. Höchste Spannung und pure Emotionen sind garantiert – es ist sportlich und emotional ein Tanz auf der Rasierklinge.

Die Statistik spricht für den HCD, aber…

1998 wurden im Schweizer Eishockey die Best-of-7-Serien eingeführt und seither musste in der National League 51 Mal ein siebtes Spiel entscheiden. 42 Mal hat sich dabei das Heimteam durchgesetzt – was eigentlich für den HC Davos sprechen würde, der dank seines Sieges in der Regular Season im finalen Showdown daheim spielen kann. Doch ob es wirklich ein Heimvorteil ist, muss sich zuerst noch zeigen: In den ersten sechs Finalduellen zwischen Davos und Gottéron gewann zuerst viermal das Auswärtsteam, ehe der HCD und Gottéron zuletzt je einmal im heimischen Stadion siegten.

Ein Blick zurück verrät: Im Playoff-Final musste bisher neun Mal eine Finalissima entscheiden – in fünf Fällen gewann das Heimteam, viermal der Gast. Zwischen 2022 und 2024 war eine Finalissima sogar Usus – und immer gewann der Gastgeber. 2024 stand der Final im Zeichen der Heimsiege. In den ersten sechs Duellen zwischen Qualifikationssieger ZSC Lions und dem drittplatzierten Lausanne HC siegte immer das Heimteam – und auch in der Finalissima jubelten die ZSC Lions. Die Zürcher bezwangen die Waadtländer mit 2:0, wobei Jesper Fröden den Gamewinner erzielte. Der Schwede ist ein Spezialist für entscheidende Tore, denn auch in der letzten Saison war er bei den ZSC Lions der Meisterschütze, erzielte im fünften Finalspiel gegen Lausanne das Tor zum 3:2 und sicherte seinem Team die Titelverteidigung mit einem 4:1 in der Serie.

Auch in der Saison 2022/23 musste das siebte Spiel im Titelkampf entscheiden. Der Genève-Servette HC empfing damals den EHC Biel-Bienne und eroberte mit einem 4:1-Sieg den ersten Meistertitel in der Klubgeschichte. Der Mann des Spiels war damals der Finne Sami Vatanen, der die ersten beiden Treffer der Genfer erzielte und so als Meisterschütze in die Geschichte einging. Ein Jahr zuvor, am 1. Mai 2022, fiel die Entscheidung auch schon in einer Finalissima. Es war die Saison der wundersamen Auferstehung des EV Zug. Die Zentralschweizer verloren als Sieger der Regular Season die ersten drei Finalduelle gegen die ZSC Lions, die die Qualifikation auf Rang 3 abgeschlossen hatten. Danach fanden die Zuger aber zurück in die Spur, siegten viermal in Folge – im entscheidenden siebten Spiel mit 3:1, wobei Fabrice Herzog das Game-Winning-Goal zum 2:1 gelang.

Dritte Final-Finalissima für den HCD – und der dritte Sieg?

Während Gottéron noch nie in einem Final-Showdown stand, kommt der HCD heute bereits zum dritten Mal in diese Situation – und kann aus der Vergangenheit Kraft schöpfen. 2007 siegten die Davoser im entscheidenden Match gegen den SC Bern mit 1:0, wobei Robin Leblanc mit dem entscheidenden Tor als Meisterschütze in die Geschichte einging. Und zwei Jahre später wurde im Final gegen Kloten der Meister erneut in einer Finalissima erkoren. Die Bündner gewannen auswärts 2:1; Meisterschütze wurde Reto von Arx, der das zwischenzeitliche 2:0 erzielte.

Die grosse Frage ist nun: Wer wird der Meisterschütze der Saison 2025/26? Zur Dramaturgie würde es am besten passen, wenn auch Spiel Nummer 7 zu einem Krimi würde, nachdem von den ersten sechs Duellen fünf mit einem Tor Unterschied endeten, dreimal eine Overtime nötig war und nur einmal, im zweiten Spiel, der HCD mit zwei Toren Unterschied gewann.

Fast schon kitschig wäre, wenn Julien Sprunger das entscheidende Tor erzielen würde. Der Gottéron-Captain bestreitet im Alter von 40 Jahren sein 1186. Spiel und letztes Spiel in der National League (alle für «seine» Freiburger), steht bei 414 Toren und 414 Assists und könnte seine einzigartige Karriere mit einem epischen Sieg und der Titel-Premiere krönen. Ob es so weit kommt, werden wir heute Abend erfahren. Klar ist einzig, dass eine Prognose für diesen finalen Showdown bei der Ausgeglichenheit dieser zwei Teams unmöglich ist.

 

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