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Ligaerhalt für Fischer, Widmer und Elvedi – Scudetto für Sommer und Akanji

Andy

Die europäischen Top-5-Ligen befinden sich in ihren Meisterschaften auf der Zielgeraden – und da konnten auch ein paar Schweizer am Wochenende jubeln, wie ein kurzer Überblick zeigt.

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Ligaerhalt geschafft – da kann sich Mainz-Trainer Urs Fischer feiern lassen. © IMAGO / Oliver Ruhnke

Es ist vollbracht: Urs Fischer und Captain Silvan Widmer sicherten dem 1. FSV Mainz 05 in der drittletzten Runde der Bundesligasaison dank eines 2:1-Siegs auswärts gegen St. Pauli den Ligaerhalt. Was für eine Leistung der Mainzer, bei denen Urs Fischer im Dezember übernommen hat, als der Klub Letzter war und sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte. Kein Wunder, wird Fischer überall gefeiert. «Urs hat neues Leben reingebracht und die Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt», sagte etwa Sportdirektor Niko Bungert. Und Nationalspieler Nadiem Amiri erklärte, dass viele die Mainzer längst abgeschrieben und als «tot» bezeichnet hatten, doch dann hätten sie es allen gezeigt: «Wir haben an uns geglaubt, und natürlich hatte Urs Fischer einen riesigen Anteil. Er hat uns aus dem Loch rausgebracht und wieder Selbstvertrauen gegeben. Die Rückrunde spricht für sich.»

Ganz nebenbei hat Fischer mit dem Sieg von Mainz gegen St. Pauli auch dafür gesorgt, dass sein Ex-Klub Union Berlin nach einem 2:2 gegen den 1. FC Köln, bei dem Joël Schmied die letzten zehn Minuten bestritt und nach seiner Verletzungspause erstmals seit dem 21. Februar wieder zum Einsatz kam, nicht mehr absteigen kann.

Wie Mainz und Union haben auch Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV den Ligaerhalt geschafft. Die Gladbacher mit einem starken Nico Elvedi siegten im Borussia-Duell gegen Dortmund 1:0. Das erlösende Tor erzielte der in der Schweiz bestens bekannte Stürmer Haris Tabakovic (ex YB und GC), der kurz vor Schluss Nati-Goalie Gregor Kobel bezwang. Der HSV siegte ohne den verletzten Miro Muheim auswärts gegen Frankfurt (mit Aurèle Amenda) mit 2:1.

Noch nicht gerettet sind nach dem Unentschieden gegen Union dagegen Aufsteiger Köln sowie Werder Bremen: Die Hanseaten verloren ohne Isaac Schmidt (Ersatz) daheim gegen den FC Augsburg, bei dem Fabian Rieder und Cédric Zesiger durchspielten, mit 1:3. Immerhin geht Bremen wie Köln mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf Wolfsburg auf dem Barrageplatz und St. Pauli auf Position 17 in die letzten beiden Runden. Die Wolfsburger ihrerseits mit Sportdirektor Pirmin Schwegler und Aufsichtsrat Diego Benaglio eroberten auswärts gegen den SC Freiburg beim 1:1 einen Punkt. Bei den Freiburgern spielte Johan Manzambi durch und realisierte beim 1:1 den Assist, Bruno Ogbus wurde nach einer Stunde ausgewechselt. Düster sieht es für Heidenheim aus: Das Schlusslicht kam ohne den nicht eingesetzten Leonidas Stergiou zu einem überraschenden Punktgewinn auswärts gegen Meister Bayern München, liegt aber zwei Runden vor Schluss drei Punkte hinter Wolfsburg und St. Pauli und hat das schlechteste Torverhältnis dieses Trios.

Spannung herrscht nach wie vor im Kampf um die Champions League-Plätze. Meister Bayern und Vizemeister Dortmund sind gesetzt, dazu wohl auch Leipzig, obwohl der Dosenklub gegen Bayer Leverkusen (ohne Jonas Omlin, nicht im Kader) 1:4 verlor. Die Leverkusener schoben sich damit auf Rang 4 vor und sind punktgleich mit den dahinter liegenden VfB Stuttgart und Hoffenheim, die sich im Direktduell 3:3 trennten, nachdem die Stuttgarter (mit Luca Jaquez) tief in der Nachspielzeit ausglichen.

Okafor treffsicher – Zeki Amdouni zurück

In der Premier League präsentiert sich Noah Okafor weiterhin in Prachtsform. Der Nati-Stürmer gewann mit Leeds gegen Absteiger Burnley mit 3:1 und machte einen grossen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Okafor erzielte das zwischenzeitliche 2:0 und hat einen Lauf – in den letzten vier Meisterschaftsspielen hat er insgesamt viermal eingenetzt und blieb nur einmal ohne Tor. Damit macht er Nati-Trainer Murat Yakin im Hinblick auf die WM ebenso Freude wie Zeki Amdouni, der nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback gab und die letzte Viertelstunde mitspielte. Dan Ndoye und Nottingham spielen erst heute gegen Chelsea und könnten sich mit einem Sieg im Abstiegskampf Luft verschaffen. Granit Xhaka und Aufsteiger Sunderland haben den Ligaerhalt bereits auf sicher, konnten aber beim 1:1 gegen Schlusslicht Wolverhampton nicht überzeugen. Fabian Schär verpasste den 3:1-Sieg von Newcastle gegen Brighton zwar verletzt, sein Comeback könnte aber noch in dieser Saison erfolgen.

In Spanien ist der FC Barcelona so gut wie durch und steht vor dem Gewinn des Meistertitels. Gleichzeitig ist Betis Sevilla im Kampf um einen europäischen Platz auf Kurs. Betis gewann gegen Schlusslicht Oviedo mit 3:0, Ricardo Rodriguez spielte durch. Weniger rosig sieht es für Stadtrivale FC Sevilla aus. Das Team von Ruben Vargas und Djibril Sow spielt heute Abend gegen San Sebastian und braucht einen Sieg, um die Abstiegsplätze zu verlassen. Den Ligaerhalt auch noch nicht geschafft hat der FC Valencia, der mit Filip Ugrinic (in der 59. Minute ausgewechselt), aber ohne Eray Cömert (Ersatz) gegen Atlético Madrid 0:2 verlor und Rang 12 belegt – mit nur fünf Punkten Reserve auf den FC Sevilla auf dem drittletzten Platz.

In der Ligue 1 schonte PSG-Trainer Luis Enrique gegen Lorient (mit Goalie Yvon Mvogo) im Hinblick auf das Champions League-Rückspiel gegen die Bayern ein paar seiner Stars – und wurde dafür mit einem 2:2 «bestraft». Allerdings beträgt der Vorsprung drei Runden vor Schluss auf den ersten Verfolger Lens sechs Punkte und 15 Tore – da sollte eigentlich nichts mehr passieren. Stade Rennes verlor das im Kampf um die Champions League wichtige Direktduell gegen Lyon mit 2:4, wobei Breel Embolo 90 Minuten im Einsatz stand. Rennes liegt damit auf Rang 5, zwei Punkte vor Monaco. Die Kicker aus dem Fürstentum gewannen auswärts gegen Schlusslicht Metz mit 2:1 – das Siegtor durch Ansu Fati fiel erst in der Nachspielzeit. Captain Denis Zakaria spielte bei Monaco durch, Philipp Köhn war nur Ersatzgoalie. Bryan Okoh gelang mit Auxerre ein im Abstiegskampf wichtiger 3:1-Sieg gegen Angers, wobei der Schweizer in der Verteidigung durchspielte und verwarnt wurde. Felix Mambimbi sass dagegen beim 1:1 von Le Havre gegen Lille nur auf der Bank.

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Manuel Akanji wurde mit Inter Mailand erstmals italienischer Meister.

In Italien konnten Yann Sommer und Manuel Akanji endlich die Korken knallen lassen, feierten dank dem 2:0-Sieg gegen Parma (Sascha Britschgi Ersatz) den Gewinn des Scudetto. Für Goalie Sommer war es nach 2024 der zweite Meistertitel mit Inter, für Manuel Akanji nach seinem Wechsel im Sommer von Manchester City nach Italien der erste in der Serie A.

Stadtrivale Milan verlor gegen den starken Aufsteiger Sassuolo 0:2. Ardon Jashari wurde bei Milan nach etwas mehr als einer Stunde aus- und Zachary Athekame nach der ersten Halbzeit eingewechselt, Ulisses Garcia spielte bei Sassuolo durch. Weniger gut läuft es einem anderen Aufsteiger: Pisa steht bereits als Absteiger fest, ist nach der 1:2-Niederlage gegen Lecce Tabellenletzter. Michel Aebischer spielte bei Pisa durch, Filip Stojilkovic wurde nach 70 Minuten ausgewechselt und Daniel Denoon fehlt seit langer Zeit verletzt. Der FC Genua trennte sich ohne den ebenfalls verletzten Ersatzgoalie Benjamin Siegrist 0:0 von Atalanta und auch Bologna fabrizierte eine Nullnummer: Gegen Cagliari spielte Remo Freuler durch, während Simon Sohm nach der Pause ausgewechselt wurde.

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