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Rieder glänzt, Manzambi debütiert, Ndoye blutet – und Jashari sitzt

Andy

In der Bundesliga mischen aktuell drei Klubs mit Schweizer Söldnern an der Tabellenspitze mit. Andere müssen dagegen geduldig sein, wie ein Blick in die europäischen Top-5-Ligen zeigt.

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Johan Manzambi hat nach überstandener Knieprellung sein Debüt in der Premier League gegeben. © IMAGO / Offside Sports Photography

SC Freiburg, Borussia Dortmund und FC Augsburg: In der Bundesliga liegen nach drei Spieltagen drei Klubs mit Schweizer Beteiligung an der Tabellenspitze – allerdings haben unsere Söldner unterschiedlichen Anteil an diesen geglückten Saisonstarts. Beim SC Freiburg stehen mit Innenverteidiger Bruno Ogbus und Mittelfeldspieler Rouven Tarnutzer zwei Schweizer unter Vertrag, doch in den ersten drei Bundesligaspielen der laufenden Saison kamen sie noch nicht zum Einsatz.

Bruno Ogbus, der sich in der letzten Saison in der Hierarchie nach oben gearbeitet hatte, kommt in der Innenverteidigung aktuell nicht an den gesetzten Matthias Ginter und Philipp Lienhart vorbei und fehlte am Samstag beim 5:0-Sieg gegen Gladbach im Kader. In den ersten sechs Saisonspielen in der Bundesliga, der Conference League und im DFB-Pokal schaffte er es viermal ins Kader – und kam zu zwölf Spielminuten. Es ist definitiv weniger, als man erwartet hatte. Der zweite Schweizer beim Bundesliga-Leader ist Rouven Tarnutzer. Der 19-Jährige gehört zum Profikader, sammelt aktuell aber Spielpraxis in der Regionalliga. Es ist der Weg, den vor ihm auch Johan Manzambi und Bruno Ogbus gegangen sind.

Real-Gerüchte um Kobel

Hinter Freiburg folgt in der Tabelle Borussia Dortmund. Goalie Gregor Kobel ist nach wie vor ein sicherer Wert, hielt gegen Paderborn im dritten Saisonspiel zum zweiten Mal sein Tor sauber. Seine starken Leistungen werden auf der grossen Bühne wahrgenommen: In den letzten Tagen wurde Kobel als möglicher Nachfolger von Thibaut Courtois bei Real Madrid gehandelt. Auf Rang 3 folgt in der Tabelle der FC Augsburg, der beim 2:2 gegen Leverkusen erstmals in dieser Saison Punkte abgab. Fabian Rieder führte sein Team zum dritten Mal als Captain aufs Feld und kam im dritten Spiel zu seinem dritten Skorerpunkt. Beim zweiten Tor der Augsburger durch Michael Gregoritsch leistete er mit einem Corner die Vorarbeit.

Weniger gut läuft es dagegen den restlichen Schweizern in der Bundesliga. Michel Aebischer spielte bei Union Berlin gegen Schalke 04 während 85 Minuten, verlor mit seinem Team aber gegen den Aufsteiger 1:3 und wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Immerhin gehörte er im Team von Mauro Lustrinelli zu den Aktivposten. Bei Union fehlte zudem Kastriot Imeri aufgrund seiner Oberschenkelverletzung, bei Schalke Adrian Gantenbein wegen einer Sprunggelenkverletzung. Cedric Itten ist bei Werder Bremen weiterhin nur Teilzeitarbeiter. Der Mittelstürmer kam beim 1:1 gegen den 1. FC Köln erst zehn Minuten vor Schluss für Torschütze Niclas Füllkrug ins Spiel, während Innenverteidiger Joël Schmied beim Gegner 90 Minuten auf der Bank schmorte.

Ebenfalls nur Bankdrücker war Leonidas Stergiou bei der 1:2-Niederlage des VfB Stuttgart gegen Hoffenheim – sein Teamkollege Luca Jaquez befindet sich nach wie vor im Aufbautraining. Silvan Widmer musste bei der 1:3-Niederlage von Mainz gegen Frankfurt aufgrund von Problemen mit der Patellasehne passen, und Miro Muheim stand bei der 0:5-Klatsche des Hamburger SV verletzungsbedingt nicht im Kader.

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Dan Ndoye: Drei Punkte – und eine blutige Nase.

Blutige Nase für Ndoye

In England kam Johan Manzambi nach seiner überstandenen Knieprellung zum Debüt in der Premier League. Der Offensivspieler wurde bei der 1:2-Heimniederlage von Aston Villa gegen Nottingham nach 63 Minuten beim Stand von 0:1 eingewechselt und brachte neuen Schwung ins Team. Doch auch er konnte die dritte Niederlage im vierten Meisterschaftsspiel (dazu kommt eine Nullnummer gegen Aufsteiger Hull) nicht verhindern. Sein Nati-Kollege Dan Ndoye stand beim Gegner Nottingham in der Startelf, wurde in der ersten Halbzeit von einem Gegner mit dem Arm im Gesicht getroffen und blutete aus der Nase. Doch er biss sich bis zur 75. Minute durch und konnte sich am Ende über drei Auswärtspunkte und den ersten Saisonsieg seines Teams freuen.  

Nati-Captain Granit Xhaka verlor mit Sunderland daheim gegen Titelverteidiger Arsenal mit 0:2 und wurde im Duell gegen seinen Ex-Klub verwarnt. Der Schweizer gehörte wie gewohnt zu den Aktivposten in seinem Team, wartet aber weiterhin auf den ersten Sieg gegen die Gunners. Gar noch ohne Punkt steht Aurèle Amenda mit Coventry da. Der Innenverteidiger kassierte mit dem Aufsteiger gegen Brighton im vierten Saisonspiel eine 0:5-Niederlage und liegt mit einem Torverhältnis von 0:10 am Tabellenende. Immerhin sammelt der 23-Jährige Erfahrungen, spielte auch im vierten Match durch.

Erst heute Abend spielen Noah Okafor und Nico Elvedi mit Leeds gegen Fabian Schär und Newcastle. Man darf vor allem gespannt sein auf den ersten Auftritt von Okafor nach seinem Nati-Rücktritt unter der Woche, der doch für einige Schlagzeilen gesorgt hat.

In Spanien verlor Filip Ugrinic mit Valencia auswärts gegen den FC Sevilla 0:1, bei dem Ruben Vargas wegen Knieproblemen fehlte. Mittelfeldspieler Ugrinic stand im fünften Meisterschaftsspiel der Saison zum vierten Mal in der Startformation und spielte zum vierten Mal durch. Ob er wohl demnächst wieder von Murat Yakin für die Nati aufgeboten wird? Aktuell hat der Mittelfeldspieler vier Länderspiele auf seinem Konto, letztmals kam er im November 2024 gegen Spanien zum Einsatz.

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Ardon Jashari schmorte bei der AC Milan 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Teilzeitarbeiter Jashari

Im Gegensatz zu Ugrinic, der sich in Spanien einen Stammplatz erkämpft hat, isst Ardon Jashari in der Serie A weiterhin hartes Brot. Der Luzerner schmorte beim 2:2 der AC Milan gegen Lazio Rom 90 Minuten auf der Ersatzbank und ist in den ersten vier Meisterschaftsspielen unter dem neuen Trainer Ruben Amorim gerade mal zu 80 Spielminuten gekommen. Das genügt seinen Ansprüchen definitiv nicht. Simon Sohm durfte sich bei der 2:4-Niederlage von Aufsteiger Venedig gegen seinen Besitzer Florenz immerhin 80 Minuten lang präsentieren, während die Zeit von Junior Ligue bei Venedig bereits wieder vorbei ist. Der frühere FCZ-Verteidiger wurde an den kroatischen Klub Rijeka ausgeliehen. Djibril Sow wurde beim 1:1 von Genua gegen Frosinone zehn Minuten vor Schluss ausgewechselt, sein Teamkollege Ethan Meichtry kam eine Minute später ins Spiel. Joël Monteiro stand bei Lecce in seinem dritten Spiel nach dem Wechsel von den Young Boys nach Italien zum zweiten Mal in der Startformation, wurde beim 3:2-Heimsieg gegen Aufsteiger Monza eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt und wartet weiterhin auf seinen ersten Skorerpunkt für seinen neuen Arbeitgeber.

Die restlichen Schweizer in der Serie A spielen erst heute Abend. Manuel Akanji trifft mit Inter Mailand auf Udinese, Eray Cömert und Ricardo Rodriguez spielen mit dem FC Turin gegen die AS Roma und Sascha Britschgi und Vincent Sierro reisen mit Parma zum Auswärtsspiel gegen Como.

Stammspieler Athekame

In der Ligue 1 hat die AS Monaco mit Captain Denis Zakaria und ohne Goalie Philipp Köhn (Ersatz) beim 1:1 gegen Strassburg im vierten Spiel die ersten Punkte abgegeben, liegt aber punktgleich mit Lille, das ohne den Genfer Loun Srdanovic gegen Troyes 2:0 gewann, und Rennes an der Tabellenspitze. Yvon Mvogo kam mit Lorient zu einem 2:2 gegen Toulouse, und Zachary Athekame gewann bei der Nullnummer gegen den FC Paris mit Lyon einen Punkt. Für den 21-jährigen Rechtsverteidiger hat sich der leihweise Wechsel von der AC Milan nach Frankreich gelohnt – in den ersten vier Spielen in der Ligue 1 kam er jeweils über 90 Minuten zum Einsatz. Ulisses Garcia ist bei Marseille dagegen nur Kurzarbeiter, kam in den ersten vier Meisterschaftsspielen zu einem einminütigen Einsatz und sass auch bei der 0:1-Niederlage gegen Rennes auf der Bank. Felix Mambimbi (Achillessehnenriss) und Bryan Okoh (Kreuzbandriss) fallen bei Le Havre respektive Auxerre noch für längere Zeit aus.

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