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Rockt nach der Hockey- auch die Fussball-Nati?

Andy

Die Eishockey-Nati hat mit ihren Auftritten an der Heim-WM eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nun sind die Fussballer gefordert – so wie 2024, als sie an der EM in Deutschland nachgezogen haben.

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An der EM 2024 sorgte die Fussball-Nati für eine Euphorie. Gelingt ihr dies nun auch an der WM? © KEYSTONE/Peter Klaunzer

Auch wenn die finale Krönung ausgeblieben ist: Die Schweizer Eishockey-Nati hat viele Herzen im Sturm erobert. Diese WM-Spiele haben hierzulande kaum einen Sportfan kalt gelassen. Die Nati war «in» und vielerorts das grosse Gesprächsthema. Das Eishockey, das sonst medial klar im Schatten des Fussballs steht, war ein bestimmendes Thema – auch an den Stammtischen. Einmal mehr zeigte sich, dass die sonst oftmals reservierten Herr und Frau Schweizer auch anders können. Temperamentvoll und begeisterungsfähig sind.

Es war ein 16-tägiges Frühlings- oder Frühsommermärchen, dem einzig das Happy End am 17. Tag fehlte. In einer perfekten Welt folgt das nun durch die Fussballer. Jan Cadieux und sein Team haben den Steilpass gespielt, den Murat Yakin und seine Kicker an der WM verwerten sollen.

So war es schon vor zwei Jahren, im Sommer 2024. Zuerst gewannen die Eisgenossen an der WM in Prag Silber und waren die Weltmeister der Herzen. Dann zogen die Kicker an der EM in Deutschland nach. Der Sieg gegen Ungarn als Auftakt, die Unentschieden gegen Schottland und Deutschland zum Abschluss der Gruppenphase, verbunden mit dem Einzug in die K.o.-Phase. Das 2:0 im Achtelfinal gegen Titelverteidiger Italien war schliesslich berauschend, ehe im Viertelfinal gegen England im Penaltyschiessen das abrupte Ende kam.

Der berauschende Empfang

Doch diese Tage an der EM in Deutschland sorgten für Begeisterung. Auch hier fieberte und litt die Bevölkerung mit der Nati mit. Viele reisten nach Deutschland, um Murat Yakin und sein Team vor Ort zu unterstützen. Und nach dem Turnier bescherten die Fans dem Team an der Europaallee in Zürich einen berauschenden Empfang. «Die Stimmung bei jedem einzelnen Spiel war unglaublich», sagte da Verteidigungsminister Manuel Akanji. «Wir haben versucht, alles zu geben. Es wäre sicher noch mehr möglich gewesen, hoffentlich schaffen wir das beim nächsten Turnier.»

Das nächste Turnier steht jetzt an. Und die Schweizer Fussballer sind bereit, vom Steilpass ihrer Eishockey-Kollegen zu profitieren. Nationaltrainer Yakin hatte sich vor dem Final mit einem offenen Brief an die Hockey-Nati gewandt und seinen grossen Respekt und seine Bewunderung mitgeteilt. Er erwähnte auch das fantastische Schweizer Publikum, welches das Team getragen habe. Und die Fans, die einmal mehr zeigten, wie sehr eine Nationalmannschaft die Menschen im Land bewegen und vereinen könne.

Nun liegt es an Xhaka, Akanji und Co., die nächste Euphoriewelle auszulösen. Vor Ort wird die Stimmung nur schon aufgrund der Destination und den damit verbundenen Aufwänden anders sein als zuletzt in der Swiss Life Arena. Aber die Schweizer Fans wollen auch hier ihren Anteil leisten, dass die Fussballer am Schluss auf ein einzigartiges Turnier zurückblicken können. Und die Spieler selber müssen ebenfalls mit Herz und Leidenschaft auftreten. Als Einheit, die sich gemeinsam auf einer Mission befindet.

Sportlich spricht nichts gegen weitere märchenhafte, euphorische Tage. Murat Yakin und seine Mannschaft haben in den letzten Monaten und Jahren bewiesen, dass sie die Fähigkeit haben, im Konzert der Grossen mitzuspielen. Die Gruppenspiele gegen Qatar (13. Juni), Bosnien und Herzegowina (18. Juni) und Kanada (24. Juni) sollen der sanfte Start eines Fussballsommers sein, in dem es die Kicker den Eishockey-Stars nachmachen und Schlagzeilen produzieren, die um die Welt gehen. Wir hoffen, dass nach der Eishockey- nun auch die Fussball-Nati rockt und für heisse Tage sorgt.

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