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Die Schweizer an der WM: Manzambi und Elvedi top – Jashari und Embolo flop

Andy

Ziel erreicht: Die Schweizer Nati absolvierte wie angestrebt die beste WM der Neuzeit. Dies vor allem auch dank der starken Performance einiger Spieler. Doch es wäre noch mehr möglich gewesen, wenn alle am Tag X bereit gewesen wären.

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Nico Elvedi spielte eine sackstarke WM und liess auch Lionel Messi leiden. © KEYSTONE / EPA/CHRISTOPHER NEUNDORF

Die Nati hat an dieser WM im Konzert der Grossen ganz vorne mitgespielt. Am Ende landeten Murat Yakin und die Nati unter den Top 8 der 48 teilnehmenden Teams – es ist ein grosser Erfolg. Doch es gibt halt auch das weinende Auge. Es hat nur ganz wenig gefehlt, um den Titelverteidiger Argentinien aus dem Turnier zu werfen. Doch der Konjunktiv ist im Profisport ein schlechter Begleiter: Argentinien gewann den Viertelfinal gegen die Schweiz in der Verlängerung, die Nati musste dagegen die Heimreise antreten. Doch das konnte sie immerhin erhobenen Hauptes tun.

Top

Vor rund einem Jahr wurde der Innenverteidiger für den Frühlingszusammenzug nicht berücksichtigt. Es war wohl ein heilsames Zeichen. Elvedi stellte die Ernährung um, engagierte einen privaten Speed- und Athletikcoach. Und ist nun so stark wie nie zuvor. An der WM war er der konstanteste und beste Schweizer. Er war das defensive Bollwerk und nicht aus der Ruhe zu bringen. So hat er in der Nati seinen Stammplatz neben Manuel Akanji auf sicher.

Den Spitznamen «Eisvogel» hat er verdient. Diesen hat er erhalten, als er 2015 vom FC Zürich zu Gladbach gewechselt war. Mittlerweile ist er ausländischer Rekordspieler bei den Gladbachern. Aber ob er noch mehr Spiele für die Fohlen absolvieren wird, steht in den Sternen. Denn Elvedi hat die WM als Bühne genutzt und ist begehrt. Nach vielen Jahren, in denen es immer wieder Gerüchte über einen Wechsel in die Premier League gab, soll der Abflug nun vollzogen werden. Die Gladbacher rechnen mit einem Transfer. Leeds United signalisiert konkretes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Elvedi, dort lockt Ex-Trainer Daniel Farke. Die Peacocks sollen im Juni ein Angebot in Höhe von 8,5 Millionen Euro abgegeben haben, wurden damit von Gladbach aber vorerst abgewiesen. Demnächst soll ein angepasstes Angebot folgen. Die Zeit scheint nach einer gefühlten Ewigkeit in der Bundesliga und bei Mönchengladbach reif für eine Luftveränderung.

Träumen ist erlaubt: Was wäre nur gewesen, wenn Johan Manzambi sich an dieser WM nicht verletzt hätte? Die Chancen sind sicher gross, dass die Nati am Mittwoch gegen England den Halbfinal bestreiten würde. Doch die Realität ist eine andere. Klar ist aber: Shootingstar Manzambi hat sich endgültig ins internationale Rampenlicht katapultiert. Er glänzte mit drei Toren und zwei Assists und kann sich seine starken Leistungen vergolden lassen: Nachdem es lange nach einem Wechsel zu Newcastle ausgesehen hat, unterschreibt der Genfer wohl bei Aston Villa.

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Breel Embolo bekommt den Marschbefehl.

Flop

Mittelfeldspieler Ardon Jashari kam wie schon während der Saison bei der AC Milan nun auch an der WM nicht auf Touren. Beim Kurzeinsatz gegen Katar sah er unglücklich aus. Dann bekam er gegen Kolumbien nach dem Ausfall von Manzambi seine Chance – und packte sie nicht. Zu seiner Ehrenrettung muss gesagt werden, dass er nicht auf seiner Lieblingsposition spielte. Doch der eigentliche Sechser hatte im offensiven Mittelfeld schlicht gar keinen Einfluss, war ein Fremdkörper und grösstenteils weder sicht- noch spürbar. So blieb Murat Yakin nichts anderes übrig, als dieses Experiment in der Pause abzubrechen und Jashari aus dem Spiel zu nehmen.

Breel Embolo kam in den ersten vier Spielen gegen Katar, Bosnien-Herzegowina, Kanada und Algerien auf zwei Tore und zwei Assists, ehe er gegen Kolumbien ohne Erfolgserlebnis blieb. Er wäre dennoch zweifellos ein Anwärter für die Kategorie «Top» gewesen. Doch dann folgte die Ampelkarte gegen Argentinien. Durch diese sinnlose Schwalbe schwächte der Basler die Nati – was fatale Folgen hatte. Schade, dass dieser letzte Eindruck in Erinnerung bleiben wird! Zumal seine Aktion weltweit für Schlagzeilen und hämische Kommentare sorgte.

 

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