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Easy Peasy: 5 Erkenntnisse zum 3:0 in Nordmazedonien

Patrick

Nach einer unruhigen Woche abseits des Rasens stand für die Schweizer Nationalmannschaft gestern Abend endlich wieder der Fussball im Mittelpunkt. Zum Start in die UEFA Nations League B bezwangen die Schweizer in Gruppe E Nordmazedonien diskussionslos mit 3:0. Unsere Erkenntnisse eines zumindest teilweise kurzweiligen Nati-Auftritts in Skopje.

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War mit zwei Toren und einem Assist der Mann des Spiels: Burnley-Legionär Zeki Amdouni © Keystone / Peter Klaunzer

Früh gestört ist halb gewonnen

Knapp 22 Minuten dauert es schlussendlich, ehe die Nati die Weichen beim Gastspiel in Nordmazedonien endgültig auf Sieg stellte. Remo Freuler krönte mit seinem 1:0 eine starke Schweizer Startphase, in der die Mannschaft von Trainer Murat Yakin von A bis Z dominierte. Das Erfreuliche dabei: Die Schweiz liess auch nach dem verdienten Führungstreffer nicht locker, presste hoch und liess den «roten Luchsen» so nie eine Gelegenheit, selbst ein wenig ins Spiel zu kommen. Das Resultat: Mazedonien kam so in 90 Minuten weder zu einem Torschuss noch zu einem Eckball. Und den zwei Abschlüssen des Heimteams standen bei Spielende derer 23 der Nati gegenüber.

 

Kein Thema

Viel war in dieser Woche von ihnen zu lesen: Rekordnationalspieler Granit Xhaka und Stamm-Stürmer Breel Embolo. Beide blieben der Nati aufgrund gefälschter Covid-Zertifikate (plus einer Sperre im Fall von Embolo) sowohl im Trainingslager in Belek als auch beim NL-Auftakt in Skopje fern. Und das Gute daran? Sobald der Ball im Nationalstadion Todor Proeski einmal rollte, fiel die Absenz der beiden langjährigen Nati-Stützen nicht im Geringsten auf. Natürlich lag das auch an einem Gegner (Nordmazedonien), der der Schweiz über 90 Minuten auf jeder Position deutlich unterlegen war. Und trotzdem darf aus Schweizer Sicht ein zufriedenes Fazit gezogen werden: Zumindest an diesem Abend zeigte sich die ebenso spielfreudige und deutlich jüngere Schweizer Garde um Ardon Jashari, Zachary Athekame, Dan Ndoye, Zeki Amdouni, Fabian Rieder und Johan Manzambi jederzeit auf der Höhe ihrer Aufgabe. Die in Schweizer Spielen gegen vergleichbare Gegner auch schon demonstrierte Genügsamkeit war in Skopje zumindest in den ersten 45 Minuten nie ein Thema.

 

Historisch

Gefühlt war die Schweiz gestern Abend so überlegen wie vielleicht noch nie in den vier Jahrzehnten, in denen ich Länderspiele der Nati verfolge. Und in der Realität? Ziemlich genau so. Auf alle Fälle bedeuteten die 17 Abschlüsse zur Pause einen Schweizer Allzeit-Rekord, ergänzt von 34:7 Angriffen und 5:0 Eckbällen. Torhüter Gregor Kobel musste (und konnte) sich in der Tat kein einziges Mal auszeichnen, und es bestand nie die geringste Gefahr eines nordmazedonischen Ehrentreffers (xG-Wert von 0,05 trotz 56 % gewonnener Zweikämpfe). Bezeichnend: Thuns Meisterstürmer Elmin Rastoder (jetzt Panathinaikos Athen) registrierte bis zu seiner Auswechslung zur Pause genau sieben Ballkontakte.

 

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Wusste bei seiner Rückkehr in die Heimat seiner Eltern zu gefallen: Xhaka-Ersatz Ardon Jashari (Keystone / Peter Klaunzer)

Auch noch da

Zuletzt stand er im Schatten seiner Konkurrenten. Mittelstürmer Zeki Amdouni, mit immerhin 13 Toren in 34 Länderspielen einer der regelmässigsten Skorer der jüngeren Nati-Vergangenheit. Stattdessen war die Rede von Breel Embolo und Noah Okafor, natürlich von Shooting-Star Johan Manzambi und zuletzt sogar von Newcomer Winsley Boteli. Amdouni ging währenddessen in Burnley durch die Hölle, riss sich im Juli 2025 das Kreuzband, stieg in die Championship ab und absolvierte sowohl in der vergangenen Premier-League-Kampagne als auch bei der WM genau vier Teileinsätze für 69 Minuten. Doch so langsam sieht der gebürtige Genfer wieder Licht am Ende des Tunnels. Zuletzt stand er beim noch sieglosen EPL-Absteiger drei Mal in Folge in der Startelf und erzielte dabei zwei Tore und somit genauso viele, wie gestern Abend in Skopje. Herrlich, wie er speziell das 3:0 (71.) erzielte und ebenso überlegt, wie er das erste Schweizer Tor (22.) per Kopf vorbereitete. Für den Mann mit dem «Pfeil-und-Bogen-Jubel» auch in der Nati ein nächster Schritt in die gewünschte Richtung.

 

Festgespielt

Bei Spielern wie Albian Hajdari (ex-Lugano) und Leon Avdullahu (ex-Basel) wurde diese Gelegenheit zuletzt verpasst, ein zweites (oder wohl eher ein drittes oder viertes) Mal liess sich Nati-Trainer Murat Yakin die Gelegenheit nicht entgehen, vier hoffnungsvolle Schweizer Talente mit einem Einsatz in einem Pflichtspiel an die Nati zu binden. Debütant Zachary Athekame stand dabei als rechter Verteidiger in der Startelf, Linksverteidiger Sascha Britschgi (63.), Offensivakteur Alvyn Sanches (75.) und Stürmer Winsley Boteli (86.) folgten im weiteren Verlauf der Partie. Ein Einsatz für eine andere Nationalmannschaft ist für diese Vier nun nicht mehr möglich und möglicherweise wird sich der eine oder andere tatsächlich bereits in den nächsten Monaten seinen Platz in Yakins Stammelf sichern.

 

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