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Eishockey-WM: Internationale Stars und bekannte Gesichter

Andy

Endlich ist es so weit: Die Eishockey-WM 2026 in der Schweiz beginnt. Die Hoffnung lebt, dass die Nati endlich den Gold-Traum Realität werden lässt. Aber es streben auch viele andere Nationen nach dem WM-Titel – und setzen auf viel NHL-Power.

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Sidney Crosby strebt mit den Kanadiern den Gewinn von WM-Gold an. © IMAGO / Bildbyran

Die Vorbereitung auf die WM verlief aus Schweizer Sicht aufgrund der «Causa» Fischer nicht wunschgemäss. Doch aller Widerwärtigkeiten zum Trotz besteht der Glaube daran, dass die Nati nach zuletzt zwei Silbermedaillen den grossen Gold-Coup landet. Mithelfen soll dabei eine geballte Ladung NHL-Power. Angeführt werden die Schweizer von Captain Roman Josi, der auch bei den Nashville Predators Captain ist. Mittlerweile ist der Berner 35 Jahre alt, er gehört aber nach wie vor zu den besten Verteidigern im weltweiten Eishockey. Wenn er fit ist und es ihm läuft, ist definitiv alles möglich.

Mit Nico Hischier steht Nationalcoach Jan Cadieux ein weiterer Captain aus der weltbesten Liga zur Verfügung. Der Center der New Jersey Devils hat in der Vergangenheit seinen Wert für die Nati als Spieler und Führungspersönlichkeit schon mehrmals unter Beweis gestellt und ist auch an der Heim-WM einer der grossen Hoffnungsträger. Neben Josi und Hischier hat die Schweiz mit Timo Meier, Janis Moser, Nino Niederreiter und Pius Suter weitere, in der NHL gestählte Cracks im Kader, die für grosse Träume sorgen.

Doch auch die anderen Nationen haben grosse Namen dabei. Titelverteidiger und Olympiasieger USA ist aktuell das Mass aller Dinge und gehört auch an der WM 2026 zu den Favoriten. Allerdings steht im Kader der Amerikaner kein Spieler des WM-Teams 2025 und nur ein Olympiasieger von 2026: Matthew Tkachuk. Der Stürmer der Florida Panthers, zweifacher Stanley Cup-Sieger und Olympia-Gold-Held, verpasst allerdings das Auftaktspiel am Freitag gegen die Schweiz, da er erst kürzlich erstmals Vater wurde und erst nächste Woche in die Schweiz reisen wird.

Talent und Routine

An den Olympischen Spielen stahlen die USA den Kanadiern die Show und fügten den Ahornblättern eine der bittersten Niederlagen in der Eishockeygeschichte zu. Nun sind die Kanadier heiss auf die Revanche und peilen den ersten WM-Titel seit 2023 an. Dabei setzen sie auf eine Mischung aus Talent und Routine. Stürmer Macklin Celebrini ist erst 19 Jahre alt und begeisterte an den Olympischen Spielen. Er stand im Allstar-Team des Turniers und war der beste Torschütze – und führt nun die Kanadier als Captain an. Für San Jose hat er in dieser Saison 115 Skorerpunkte erzielt – ihn muss man immer im Blick haben.

Mit Sidney Crosby (38) und John Tavares (35) steckt im Team Canada aber auch viel Routine. Crosby bestreitet bereits sein viertes WM-Turnier, wurde 2015 auch Weltmeister. Tavares ist in der Schweiz bestens bekannt, seit er in der Lockout-Saison 2012/13 für den SCB stürmte. Er hat 1266 NHL-Spiele (nur Regular Season) auf dem Konto und erzielte dabei 1185 Punkte. Tavares hat viermal an Weltmeisterschaften teilgenommen, wartet aber noch auf eine Medaille.

Zu beachten gilt es auch Evan Bouchard. Der 26-Jährige Kanadier war zuletzt der produktivste NHL-Verteidiger (21 Tore und 74 Assists) und glänzte in Edmonton besonders im Powerplay neben Connor McDavid und Leon Draisaitl. Nach dem frühen Saisonende mit den Oilers kommt er nun zu seiner WM-Premiere. Winnipeg-Stürmer Mark Scheifele wurde für Olympia nicht berücksichtigt, steht nun aber im WM-Kader der Kanadier. Und dies mit beeindruckenden Statistiken: In der NHL hat er in der Regular Season 67 Tore und 36 Assists erzielt. Scheifele wurde 2016 mit Kanada Weltmeister und gewann ein Jahr später Silber – folgt nun das nächste Edelmetall?

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Florida-Captain Aleksander Barkov gibt an der WM nach seinem Kreuzbandriss sein Saisonsebüt.

Eine erste Duftmarke können die Kanadier bereits heute setzen, wenn sie in Fribourg auf Schweden treffen. Doch sie tun gut daran, die Nordländer nicht zu unterschätzen. Die Schweden zählen auf sechs Spieler aus der National League (Jacob Larsson/Lakers, Erik Brännström/Lausanne, Tim Heed/Ambrì, Rasmus Asplund/HCD, Jacob de la Rose/Gottéron und Andre Petterson/Tigers), aber auch Lucas Raymond. Der Flügel buchte für Detroit 76 Punkte in 80 Spielen und kann auch für die Schweden ein Erfolgsfaktor sein. Gespannt sein darf man auch auf Ivar Stenberg. Der 18-jährige Stürmer von Frölunda ist ein Supertalent und gilt als Topkandidat für den kommenden NHL-Draft. Bei Frölunda glänzte Stenberg als Spielmacher, kam in 49 Spielen auf 37 Punkte.

Die Finnen setzen auf acht Spieler aus der National League und zwölf Akteure aus der NHL. Der Bekannteste von ihnen ist zweifellos Aleksander Barkov. Der Captain der Florida Panthers kam in der abgelaufenen Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses auf kein NHL-Spiel, an der WM gibt er nun sein Saisondebüt. Als zweifacher Stanley-Cup-Sieger weiss er definitiv, was es für einen Triumph braucht.

Aber auch andere Nationen haben in ihren Teams Spieler aus der NHL. Bei den Deutschen ist Verteidiger Moritz Seider der bekannteste Name. Der Spieler von Detroit wurde nach einer Verletzung wohl rechtzeitig fit und bestreitet seine sechste Weltmeisterschaft. Und bei den Tschechen, dem Weltmeister von 2024, sind Filip Hronek (Vancouver) und der hierzulande bestens bekannte Stürmer Roman Cervenka die grössten Stars. Dazu kommen aber auch zwei Spieler aus der National League: die Zuger Dominik Kubalik und Daniel Vozenilek, die mit der Nati die schwache Saison mit dem EVZ vergessen machen wollen.

 

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