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Monster-Offensive für Real – bald Big Business für Juventus?

Andy

Das internationale Transferkarussell dreht weiter. Auf dem Spielerbazar wird um Spieler und Saläre gefeilscht, Millionen werden hin- und hergeschoben. Es herrscht ein emsiges Treiben – und es brodelt in der Gerüchteküche. Eine Übersicht über die letzten Tage.

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Vinicius Jr. hetzt weiterhin für Real Madrid dem Ball nach. © IMAGO / Branislav Racko

Bis zum 31. August respektive 1. September, wenn in den europäischen Top-Ligen das Sommertransferfenster schliesst, hat der Transfermarkt Hochkonjunktur. Einige Gerüchte haben sich in den vergangenen Tagen geklärt, bei anderen wird weiter um Millionen gepokert.

In den letzten Tagen klärten sich einige Gerüchte – und dabei stand zuallererst Real Madrid im Zentrum. Über längere Zeit sorgte der Brasilianer Vinicius Jr., dessen Vertrag bei den Königlichen bis Sommer 2027 lief, für Wirbel. Geht er oder bleibt er? Die Frage beschäftigte Madrid und alle Real-Fans, aber auch die Fans von Arsenal. Denn die Gunners machten dem Brasil-Star Avancen, wollten ihn in die Premier League abwerben.

Das beste Lockmittel für solche Pläne ist bekanntlich das Geld, zumal der Vertragspoker zwischen Vinicius und Real stockte. Der Brasilianer soll dabei für eine Verlängerung ein Salär von rund 580'000 Euro pro Woche gefordert haben, was ihn finanziell auf das Niveau von Kylian Mbappé katapultiert hätte. Real wollte zu Beginn viel weniger tief in die Tasche greifen. Nicht ganz unerwartet fanden die beiden Parteien in diesem Poker am Ende doch noch zu einer Einigung. Was finanziell heisst: Vinicius Jr. verdient in Zukunft 22 Millionen netto pro Jahr und hat im Gegenzug seinen Vertrag vorzeitig um fünf Jahre und bis 2032 verlängert.

Turbo-Angriff mit Mbappé, Vinicius Jr. und Diomande

Mit dieser Verlängerung ist Real ein wichtiger Erfolg geglückt, einen anderen realisierten die Madrilenen mit der Verpflichtung von Leipzig-Star Yan Diomande. Der 19-jährige Ivorer hat in Madrid einen Siebenjahresvertrag bis 2033 unterschrieben und lässt es beim Dosenklub in der Kasse klingeln. 125 Millionen Euro soll die Sockelablöse betragen, womit der Rechtsaussen hinter Morgan Rogers (für 138 Millionen Aston Villa zu Chelsea) und Elliot Anderson (für 135 Millionen von Nottingham zu Manchester City) der drittteuerste Transfer dieses Sommers ist – und der Rekord-Abgang von RB Leipzig, wobei die Ablöse inklusive Boni auf 140 Millionen Euro steigen kann. Es ist ein lukratives Geschäft, denn Diomande war erst im Sommer 2025 für 20 Millionen Euro vom spanischen Zweitligisten Leganes, das wohl mit fünf Prozent am Rekordwechsel zu Real beteiligt wird, zu RB gekommen.

Die Verträge von Vinicius und Diomande sind ein klares Zeichen, dass Real Madrid unter dem neuen Trainer José Mourinho wieder angreift und national und international zurück an die absolute Spitze will. Mit Kylian Mbappé, Vinicius Jr. und Yan Diomande verfügt Real nun über eine pfeilschnelle und extrem gefährliche Offensive. Da ist Spektakel programmiert.

Arsenal hatte zwar bei Vinicius das Nachsehen, schlug dafür aber bei einem anderen Brasilianer zu. Die Gunners verpflichteten von Newcastle Mittelfeldspieler Bruno Guimarães, banden diesen bis 2030 an sich und bezahlen als Ablösesumme 87 Millionen Euro, womit der Brasilianer hinter Declan Rice (2023 von West Ham für 117 Mio. Euro gekommen) zum zweitteuersten Spieler der Klubgeschichte avanciert. Guimarães verstärkt damit Arsenals bereits hochkarätiges Mittelfeld, in dem Trainer Mikel Arteta neben Declan Rice auch Martin Ödegaard, Mikel Merino, Martin Zubimendi und Eberechi Eze zur Verfügung stehen.

Salah: Türkei statt USA

Klarheit herrscht nun auch bei Mohamed Salah. Nach dem Ende seines Vertrags bei Liverpool wechselt er ablösefrei in die Türkei. Nachdem zuerst je eine Spur zu Besiktas und zu Fenerbahçe geführt hatte, machte am Ende Trabzonspor das Rennen. Sporting Kansas City, dessen Besitzer ägyptische Wurzeln hat, soll offenbar bereit gewesen sein, Salahs Liverpool-Gehalt in Höhe von rund 24 Millionen Euro zu übernehmen. Doch ein finales Angebot machte der Klub von Trainer Raphael Wicky wohl nie, weil der mittlerweile 34 Jahre alte ägyptische Superstar in Europa bleiben wollte.

Bei Trabzonspor muss Salah nun aber ebenfalls nicht am Hungertuch nagen. 17 Millionen Euro pro Jahr soll sein Gehalt betragen, dazu soll Salah mit 20 Prozent an den Verkäufen seiner Fanartikel beteiligt werden. Und mit denen werden sich die heissblütigen türkischen Fussballfans garantiert massenhaft eindecken.

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Juventus-Star Kenan Yildiz steht auf der Wunschliste von Arsenal.

Rodri zu Barça und Yildiz zu Arsenal?

Einige grosse Deals sind nun fix, andere werden nach wie vor in der Gerüchteküche gehandelt. Weltmeister Rodri will Manchester City in Richtung Heimat verlassen. Zuerst schien Real Madrid seine erste Wahl zu sein, doch nun hat der FC Barcelona im Rennen um den Mittelfeldspieler die Nase vorne. Barça soll ManCity bereits ein erstes Angebot unterbreitet haben, damit aber gescheitert sein. Gemäss der spanischen «Sport» sollen die Spanier 45 Mio. Euro plus bis zu 10 Mio. Euro an Bonuszahlungen geboten haben, die Engländer sollen aber an einer Ablöse von rund 65 Mio. Euro festhalten. Rodri soll sich aber bereits für Barça entschieden und auf einen Vierjahresvertrag und rund 30 Millionen Euro Bruttogehalt pro Saison geeinigt haben, so dass früher oder später eine Einigung erfolgen dürfte.

Der englische Meister Arsenal will auf die Niederlage im Duell um Vinicius Jr. reagieren und hat mehrere Kandidaten ins Visier genommen. Auf der Liste der möglichen Gunners-Verstärkungen soll beispielsweise der Franzose Bradley Barcola (Paris Saint-Germain), der aber auch mit Liverpool in Verbindung gebracht wird, ebenso stehen wie der Spanier Nico Williams (Bilbao) und der Senegalese Iliman Ndiaye (Everton) sowie der türkische Nationalspieler Kenan Yildiz (Juventus Turin). Yildiz steht bei den Italienern allerdings noch bis 2030 unter Vertrag, was die Ablösesumme in die Höhe peitschen dürfte. Die Preisvorstellung von Juventus liegt offenbar bei mindestens 100 Millionen Euro, während der Marktwert auf 75 Millionen geschätzt wird. So oder so lockt für die «Alte Dame» ein Big Business, denn Yildiz ist 2022 ablösefrei von Bayern München in den Juve-Nachwuchs gewechselt, weil er bei den Münchnern keinen Rückhalt spürte und weder von den Bayern noch vom DFB als gut genug eingestuft worden war. Was für ein kostspieliger Irrtum.

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