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Start in der Ligue 1 – mit viel Schweizer Power

Andy

Am Freitag beginnt die Ligue 1 mit der neuen Meisterschaft. In der höchsten Spielklasse Frankreichs sind auch sieben Schweizer mit am Ball – oder mit Denis Zakaria acht, wie eine kurze Übersicht zeigt.

Sierro
Der Walliser Vincent Sierro führt Toulouse neu als Captain an. © IMAGO / MAXPPP

Vincent Sierro (FC Toulouse)

Im Winter wechselte der Walliser Mittelfeldspieler von den Young Boys nach Toulouse, nun wurde er bereits befördert: Der neue Trainer Carles Martinez nominierte Sierro als neuen Captain. In der vergangenen Saison reichte es dem Team «nur» zu Rang 13, dafür gewannen die Südfranzosen den Cup. Das erste Ziel des Teams, das erst 2022 den Aufstieg in die Ligue 1 geschafft hat, ist wohl ein Platz im Mittelfeld mit Sicherheitsabstand gegen hinten. 

Jordan Lotomba (OGC Nizza)

Der 24-Jährige zog 2020 von den Young Boys an die Côte d’Azur und hat sich als Aussenverteidiger einen Stammplatz erarbeitet. Ausgerechnet die beiden Spiele gegen den FC Basel, als die Franzosen im Viertelfinal der Conference League an den Schweizern scheiterten, verpasste er aber wegen einer Verletzung am Fussgelenk. Mit Rang 9 in der Tabelle verpasste Nizza die Qualifikation fürs europäische Geschäft klar. Aber es spricht nichts dagegen, dass Lotomba auch in dieser Saison wieder viel Spielzeit und die Gelegenheit erhält, sich bei Trainer Murat Yakin für die A-Nati aufzudrängen, für die er letztmals im Oktober 2022 in der Nations League gegen Portugal gespielt hat. Lotomba und Nizza starten am Freitag gegen Lille in die neue Saison. 

Yvon Mvogo (FC Lorient)

Der 29-jährige Torhüter verliess vor sechs Jahren die Young Boys und heuerte bei RB Leipzig an. Beim Dosen-Klub kam er aber nie am Ungarn Peter Gulacsi vorbei, wurde an den PSV Eindhoven ausgeliehen, wo er zwischen 2020 und 2022 auf insgesamt 41 Eredivisie-Spiele kam. 2022 wurde Mvogo an Lorient verkauft, doch wegen Knieproblemen kam er nur auf 21 Meisterschaftsspiele. In dieser Saison ist Mvogo wohl wieder als Stammkraft tätig und peilt mit Lorient einen Platz im Mittelfeld der Liga an. 

Becir Omeragic (HSG Montpellier)

Der 21-jährige wechselte im Sommer ablösefrei vom FC Zürich nach Montpellier und soll beim Zwölften der letzten Saison die Defensive verstärken. Trotz seiner Jugend verfügt der einstige Servette-Junior bereits über die Erfahrung von über 100 Super League-Spielen und kam in der A-Nati zu vier Länderspielen. Aber in den letzten Jahren hatte er immer wieder mit kleineren Blessuren und Verletzungen zu kämpfen und verpasste so immer wieder Matches. Wenn er sich in Frankreich durchsetzen will, ist es fast unabdingbar, dass er gesund bleibt. 

Gabriel Barès (HSG Montpellier)

Bereits im Januar 2022 wurde Gabriel Barès von Lausanne an Montpellier verkauft, zum Einsatz kam der 22-Jährige in der Ligue 1 aber noch nie. Stattdessen wurde er in der letzten Saison an den FC Thun ausgeliehen und sammelte im Berner Oberland Spielpraxis. In der Vorbereitung kam der langjährige Nachwuchsinternationale wohl zu einigen Einsätzen, doch es scheint gut möglich, dass er wieder an einem anderen Ort weiter reifen soll.

 

Sembolo
Monacos Breel Embolo muss wegen eines Kreuzbandrisses monatelang pausieren.

Breel Embolo (AS Monaco)

Der Stürmer hat im vergangenen Sommer von Gladbach zu Monaco gewechselt und erlebte eine durchzogene Saison. Ihm gelang ein guter Start mit zwölf Toren in den ersten 22 Meisterschaftsspielen, doch dann litt er zuerst an Ladehemmung und kämpfte dann mit Knieproblemen. Eigentlich wollte der 26-Jährige, der zuletzt auch Probleme mit der Justiz hatte, nun wieder durchstarten. Doch dann zog er sich einen Kreuzbandriss zu, der ihn mindestens bis Jahresende zum Zuschauen verdammt. Bitter: Embolo hat schon einige Verletzungen durchgemacht – in neun Profijahren verpasste er bereits 95 Spiele. 

Philipp Köhn (AS Monaco)

Der 25-jährige Goalie hat sich in den letzten zwei Saison bei RB Salzburg prächtig entwickelt und ins internationale Rampenlicht gespielt. Eigentlich dachte man, dass ihn der nächste Schritt in die Bundesliga führen würde, doch stattdessen folgte nun der Transfer ins Fürstentum, wo einst auch Ex-Nationalgoalie Diego Benaglio gehext hatte. Der in Deutschland geborene Köhn ist mittlerweile auch Teil der Schweizer Nationalmannschaft, folgt in Monaco, beim Team des ehemaligen YB-Trainers Adi Hütter, auf Alexander Nübel und hat einen Fünfjahresvertrag erhalten. Die Ablösesumme: stolze zehn Millionen Euro. Das Ziel ist klar: Monaco will nach dem enttäuschenden sechsten Platz in der letzten Saison wieder in die Top 3 der Ligue 1 vorstossen. 

Denis Zakaria (AS Monaco)

Nach der Ausleihe an Chelsea ist der 26-jährige Mittelfeldspieler zu seinem Besitzer Juventus zurückgekehrt. Dies allerdings nur auf Zeit, denn die Italiener setzen nicht auf Zakaria und machten auch kein Geheimnis daraus, dass sie ihn loswerden wollen. In den vergangenen Wochen wurden Klubs aus Deutschland, Frankreich, England und Italien als mögliche Abnehmer genannt, doch nun landet auch er an der Côte d’Azur. Der Transfer soll mittlerweile fix sein, wurde aber noch nicht offiziell vermeldet. Das ist aber nur eine Frage der Zeit.

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